Bad Reichenhall

Der Wetterbericht meinte, dass es nach Mittag aufklärt. Das würde uns genügen: Vormittags die Stadt angucken und nachmittags mit der ältesten Seilbahn der Welt auf den Predigtstuhl hoch und dort oben sich etwas umsehen …

Von Ramsau gelangt man gut über die Alpenpanoramastraße nach Bad Reichenhall und kommt nicht in den (derzeitigen) Dauerstau, wenn man gleich den Parkplatz an der Predigtstuhlbahn nutzt. So jedenfalls unsere Überlegung, die aus der Erfahrung bei der Urlaubs-Anfahrt nach Ramsau entstand.

Vom Parkplatz bei der Talstation der Bergbahn erreicht man in ein paar Minuten zu Fuß das Zentrum der Stadt. Ohne dass wir es unbedingt wollen, sind wir kurz nach 10 an der Alten Saline und können noch an der gerade beginnenden Führung teilnehmen. Diese gestaltet sich sehr interessant. Die alte Industriemechanik beeindruckt schlichtweg dadurch, dass sie schon so lange funktioniert – und wohl auch noch funktionieren wird. Das Gangsystem unter der Saline ist sehenswert, wie auch die folgende Ausstellung zu den Arbeitsmethoden und Bedingungen der Salzproduktion in alten (und neuen) Zeiten!

Danach kommt der obligatorische Stadtbummel, der bei meiner Frau auch immer einen Besuch der Stadtinformation beinhaltet. Doch hier ist dies unmöglich: Die Stadtinfo hat zu. Corona-zu? – egal, wir laufen einfach weiter und schauen.

Die vielen & vielgestaltigen Brunnen fallen mir leider zu spät als Fotoobjekte auf. Allein diese könnten einen Beitrag hier füllen! Alles macht einen gediegenen Eindruck. Vor allem der Königliche Kurgarten. Solch eine stabil gebaute Saline, die trotzdem schön aussieht, habe ich noch nie gesehen.
Allerdings gibt es auch eine Investoren-Baustelle, die mich skeptisch macht. Klotzen statt kleckern ist nicht immer gut …

Wir machen Mittag am Rathausplatz und warten auf Wetter ohne Wolken in den Bergen. Doch die Wolken wollen nicht weichen. Wir gehen wieder zur Talstation der Predigtstuhlbahn, unser Auto steht da ja noch. Fast wollen wir trotz der Wolken hoch auf den Predigtstuhl, doch dann sehen wir den Preis: 48 € pro Person – ohne Sicht? – nein danke.
Wir fahren mit einem kleinen Umweg über den Thumsee zurück zu unserer Ferienwohnung.