Jenner, rauf und runter

Eigentlich wollten wir ins Wimbachtal. Doch am Morgen unseres zweiten Urlaubstages ist das Wetter so toll, dass wir doch lieber gleich den Jenner machen wollen. (Von wegen der Aussicht und so.)

Das sind 670 m hoch und 1200 m runter. Die Länge der Strecke ist unwichtig.

Einen kompletten Aufstieg trauen wir uns aber nicht zu. Mit der Jenner-Bahn fahren wir bis zur Mittelstation und gehen dann (nach Rother Wanderführer) über den Mitterkaser zur Bergstation und weiter bis zum Gipfelkreuz.
Das hört sich alles ganz einfach an, fordert uns aber gehörig: Immerhin sind es noch 670 steile Höhenmeter. Ich bin jedenfalls sehr froh, auf der wunderbaren Terrasse der Bergstation eine gut versorgte Rast einlegen zu können – ich vergesse sogar das Bildermachen.
Dabei gibt es schon von hier ein wahnsinns Panorama … und es geht noch höher! Diese letzten 70 m lohnen sich auf jeden Fall bei diesem Wetter!! Über uns kreist ein Hubschrauber, der wohl gerade für „Deutschland von oben“ unterwegs ist. Postkarten-Profi-Fotowetter!!!

Von nun an geht es bergab: Erstmal bis zur Bergstation – kein Problem. Dann im steilen Serpentinen-Trampelpfad auf der Sonnenseite des Jenner in Richtung Königsbachgraben – auch kein Problem. Die folgende Strecke auf der Fahrstraße bis zur Königsbachalm ist dann überraschend nervig. Es geht weiterhin permanent steil hinab und die vielen kleinen Steinchen auf der Straße nötigen uns zum ständigen Achtgeben, nicht auszurutschen.
Außerdem gibt es einen regen E-Biker Fahrbetrieb. Bergauf freuen sich alle, bergab haben viele die Hosen voll. So sieht es jedenfalls aus. Aber abgestiegen wird nicht. Niemals!

Die Königsbachalm ist fast voll besetzt. Wir sind dankbar für unseren Tisch am Klo bei kühler Buttermilch und alkoholfreiem Weißbier.
Der weitere Weg über die Fahrstraße und “Hochbahn” ist nicht mehr ganz so steil, schlaucht aber auch. Ausblicke auf den Königssee gibt es, aber nicht so viele wie erhofft. Irgendwann sind wir dann endlich wieder unten auf dem Parkplatz am Königssee. Das waren 1200 Abwärts-Höhenmeter, es reicht für heute – und es war toll!