In Zörbitz, bei Zorbau, bei Weißenfels (verwaltungstechnisch zu Lützen gehörend), gibt es ein altes Rittergut, das niemand mehr so richtig haben wollte. Durch den Lauf der Zeiten kam es in den Besitz der Stadt Lützen. Aber was soll die Stadt Lützen mit diesem abgelegenem Rittergut? Das Rittergut stand also zum Verkauf.

Im April 2017 bin ich bei der Suche nach einem „Lost Place“ in meiner Nähe auf das Zörbitzer Rittergut gestoßen und habe mich dort in diesem Foto-Genre ausprobiert. https://schaufoto.de/my-lost-place-blk-1/
Als ich nun in den Vorankündigungen des diesjährigen Tages des offenen Denkmals das Zörbitzer Rittergut fand, stand fest, dass ich dort hin muss! Da hatte sich doch tatsächlich jemand der Rittergut-Sache angenommen. Das muss ich sehen – und fotografieren!
Ich vermutete ein verhaltenes Interesse der Offenen-Denkmal-Besucher – und lag damit ziemlich daneben. In den 90 Minuten, die ich vor Ort war, waren wohl fast 200 Besucher dabei. Der Bauherr war auch ziemlich überrascht.
Da fand ich echt gut, wie unkompliziert wir alle Zugang und Auskunft bekamen. Mehr Infos bei den Bildern und ganz unten:





















Noch ein paar Anmerkungen
Im Gegensatz zu meinem Besuch von 2017 habe ich die nebenan liegenden Stallanlagen nicht mit fotografiert. Diese gehörten zwar ursprünglich zum Rittergut, sind aber heute vom Grundstück getrennt.
Das Gutshaus hat etwa 30 Räume mit 450 Quadratmetern Nutzfläche. Neben den zwei Haupt-Wohnetagen gibt es zwei Keller- und zwei Boden-Etagen. Der Bauherr plant, in zwei Jahren selbst in die erste Wohnetage einziehen zu können. Ich wünsche ganz doll, dass das dazugehörige Durchhaltevermögen gegeben ist!
In der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Weißenfels) vom 24.08.2026 findet man einen ausführlicher Artikel zum Thema.



