Der Markusplatz von unten

Wer in Venedig war und nicht den Markusplatz gesehen hat, der hat irgend etwas falsch gemacht. (Oder kam nicht als Tourist.)
Wir waren mehrfach auf dem Platz und fanden ihn wirklich sehenswert – allerdings:

Alles Schlechte, was der (Massen-)Tourismus mit sich bringt, kann man hier auch finden. Da sind einmal die Preise. Nun gut, damit kann ich leben, ich muss dort nichts unbedingt kaufen oder verzehren. Was mir aber sehr auf den Geist ging, waren die vielen „Geschäftsleute“, die auf Nepp aus sind. Da bekommen die Frauen mit einem freundlichen Lächeln eine Rose in die Hand gedrückt – natürlich nicht aus reiner Freundlichkeit. Da wird man alle paar Meter angequatscht, ob man nicht irgendwelchen Schnulli kaufen will.

Die Carabinieri sehen dem Treiben aus der Ferne zu. Es scheint ein Abkommen zu geben: Jeder „Geschäftsmann“ hat eine Frage frei. Wenn sich das Opfer deutlich wehrt, ist es laufen zu lassen – und alles ist in Ordnung.Leider gibt es sehr viele „Geschäftsleute“, das Angequatsche wird zum nervigen Endlos-Spielchen. Einzig mögliche Gegenwehr ist Ignoranz. Verbunden mit einem Anflug von schlechtem Gewissen. Denn das sind auch nur arme Kerle, die von irgendjemand dorthin gestellt wurden …

Trotzdem sollte man sich als Venedig-Besucher den Markusplatz nicht entgehen lassen. Hier gibt es eine Auswahl der ebenerdig gemachten Bilder:

Venedig Markus Basilika
Detail an der Markus Basilika im Abendlicht. 
Venedig
Piazetta im November-Nachmittagslicht.
Venedig
Piazetta im November-Morgenlicht.
Venedig Markusplatz
Werbeverschandelung 
Venedig
Digitaluhren sind keine Erfindung der Neuzeit! 
Venedig
Zur Zeit ist der Markusplatz nur eine eingeschränkt nutzbare Fotokulisse.
Venedig
Haupteingang zur Markus Basilika mit Hochwasservorbereitung. 
Venedig
Detail am Dogenpalast. 
Hartes Leben auf dem Markusplatz.
Venedig
Morgendliches Schattenspiel 
Vom Campanile kann man wunderbar Venedig von oben betrachten.
Im nächsten Artikel gibt es die Bilder dazu.