Zur Blaubergalm – und viel weiter

Die 2. Etappe unserer Alpenüberquerung

Mehrfach hörten wir, dies würde die anstrengendste Tagesetappe, die uns hier bevorstand. Und deshalb wären wir eigentlich schon beizeiten losgelaufen, um die relative Frische des Morgens möglichst lang genießen zu können. Doch dies war nicht möglich, da es zum Startpunkt einen Bustransfer gab, der erst um 8 Uhr 30 abfuhr.

Kurz hinter der Grenz liegt die Blaubergalm.

Also begannen wir mit unseren ersten Höhenmetern (laut Tourbeschreibung sollten es 850 werden) erst nach 9 Uhr. Wir brauchten knapp vier Stunden für den Aufstieg, andere waren freilich schneller. Es wurde aber für alle eine echte Schinderei. Da stellte sich bei den vielen Verschnaufpausen schon mal die Frage: Warum machen wir das eigentlich? Doch jede Antwort war irrelevant: Es musste weiter gehen!

Ohne die Hütte auf der Blaubergalm hätte es nach diesem Aufstieg wohl erste Verluste gegeben. Die meisten Mitwanderer waren sehr froh, sich fallen lassen zu können und neue Kraft für den Abstieg, der uns ja noch bevorstand, sammeln zu können.

Und obwohl der Abstieg auf einer nur flach abfallenden Fahrstraße erfolgte, wurde auch dies sehr anstrengend. Die Sonne hatte kein Erbarmen und die gefühlten 10 km bis zur Bushaltestelle, von wo aus wir zum Hotel fahren wollten, streckten sich sehr. Ich hatte die letzten 5 km überhaupt keinen Bock mehr, noch irgend ein Bild zu machen. Und das, obwohl gerade im unteren Bereich des Weges interessante Motive zu sehen waren. Ich wollte das alles nur noch hinter mich bringen …

Die lange Zufahrt zur Blaubergalm war unser Abstieg.

Das sehr angenehme RESORT Achensee (ehemals Hotel Cordial) kam uns dann wie eine gerechte Belohnung vor. Nach dem Duschen, beim ersten isotonischen Weißbier, war aus dem TV zu hören, dass dies der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Tirol war. Da freute ich mich, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht noch heißer wird!
Die Bilder: