Mordaualm & Toter Mann

Das ist keine Sensations-Klick-Hascher-Überschrift! Hier wird gesagt, um was es geht:
Eine Wandertour vom Taubensee über die Mordaualm um den Pfaffenbichel herum nach Schwarzeck/Hochschwarzeck, über den Toten Mann (1392 m), zum Söldenköpfl-Wirtshaus und über den Soleleitungsweg, Abzweig Schluchtsteig am Schwarzecker Bach entlang nach Ramsau.

Auf die Idee zu dieser Tour bin ich gekommen, als ich die GPS-Spuren von zwei Tagen nebeneinander sah. Das hätte man auch sehr gut an einem Tag machen können. Für in Ramsau Untergebrachte bietet es sich an, mit dem Wanderbus bis zum Taubensee zu fahren. (Linker Startpunkt auf der Karte.)

Folgend beschreibe ich aber die tatsächlich gelaufenen zwei Touren.

Tour 1 – Mordaualm
Unser Auto lassen wir auf den Wanderparkplatz am Taubensee. Das Wetter ist mäßig, aber auf dem Weg zur Mordaualm nicht verkehrt. Denn es geht auf einer Fahrstraße nach oben, da wäre knallige Sonne anstrengender. Das Geschäft auf der Alm läuft nicht besonders gut. Wir sind die einzigen Gäste. Das Wetter hält wohl doch viele ab. Die Wirtin beschließt, ihren Ofen anzufeuern …
Doch es bleibt weiterhin alles ganz wanderbar. Der Weg um den Pfaffenbichel herum ist angenehm – und als wir wieder aus den Wald heraustreten, scheint die Sonne wie die letzten Tage. Wir sind in Schwarzeck, machen eine Rast beim „Nutzkaser“ – und sehen wieder die Berge in ihrer ganzen Pracht: Watzmann, Hochkalter usw. – alles perfekt!
Ohne Hast geht es dann weiter über den Soleleitungsweg, zurück zum Parkplatz.

Tour 2 – Toter Mann
Mit dem Wanderbus lassen wir uns (mit Gästekarte kostenlos) bis Haltestelle Hochschwarzeck fahren. Dort haben wir vor, bequem mit dem Sessellift weiter auf den Berg Hochschwarzeck (1385 m) zu gelangen. Doch daraus wird nichts, die fahren hier einfach nicht, wenn das Wetter nicht stimmt!? Und diesmal sind wir nicht die Einzigen, da würden auch noch andere fahren wollen … Es hilft aber nichts, wir nehmen die Rodelbahn zu Fuß.
Oben angekommen, ist dann nicht nur der „Hirschkaser“ geschlossen, sondern auch die Sicht auf Hochkalter und Watzmann wolkenverhangen. Warum sind wir hier? Weil wir es wollten – also weiter zum Toten Mann!
Auf dem Toten Mann steht seit 1883 eine Schutzhütte. Im offenen Gästebuch finden wir (sinngemäß) diesen Eintrag:

Ein Toter Mann?
Vier halbtote Männer haben gerade mit Mühe den Gipfel erreicht. Wer die Berge schön findet, ist ein Idiot!

Die sind offenbar vom Söldenköpfel hochgekommen. Wir lernen den Weg beim Abstieg kennen und können den Eintrag durchaus nachvollziehen.
Für uns gibt es nun endlich eine schöne Einkehr in der Berggaststätte „Söldenköpfel“. Auf der Veranda sitzt man bestens, das Bestellte gefällt uns auch – nur das Wetter will heute einfach nicht so richtig schön werden. Auf unserer weiteren Strecke über den Soleleitungsweg pieselt es sich ein. Zum Glück finden wir dank GPS den Zugang zum schnellstmöglichen Abstieg nach Ramsau. Der Schluchtsteig ist zwar bis zur Alpenstraße sausteil, wird dann aber am Schwarzecker Bach flacher und richtig wildromantisch. Leider regnet es nun noch mehr. Aber wir sind ja gleich in unserem Quartier.