Gestern gab es zum „Tag der Städtebauförderung“ einen Stadtrundgang mit Oberbürgermeister, Bauamtsleiter, Baustellenchefs und weiteren Leuten, die zu den aktuellen und zukünftigen Baustellen in Weißenfels kompetent berichteten und erklärten.
Startpunkt war um 10 Uhr auf Schloss Neu-Augustusburg, der größten Baustelle in Weißenfels. Etwa 50 Neugierige fanden sich dort ein. Nicht alle hielten bis zum Rundgang-Ende um 12:45 Uhr auf dem Markt durch – aber keiner dürfte sich über Langeweile beschwert haben. Das war jede Menge interessanter Input! Ein bisschen davon schreibe ich unter meinen optischen Output, den ich wieder mit ein paar Oldies anreichere:
Schloss Neu-Augustusburg
Heute sind wir befugt? Nee, eigentlich nur gestattet!Seit Jahren wird hier schon entkernt …Ups, das geht aber runter! Diese „Einbringeöffnung“ befindet sich im Schlosshof unterhalb des Turmes. Sie dient während der Bauarbeiten dem leichteren Zugang mit Material. Solche „Einbringeöffnungen“ gibt es noch an zwei weiteren Stellen.Mächtig geräumig hier!Im 2. Stock. Über uns kommt der Dachboden.
Hier war ich schon mal im Jahr 2007. Damals mit Videokamera und kostümierten Darstellern. Die Idee von einem geisterhaften Herzog samt Gefolge passte gut in den Film zum 350. Jubiläum der Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels.
Herzögliche Schlossgeister (2007)Der Zugang zum Dachboden ist beinahe zu gut gesichert …Wow! Südwestecke des Dachbodens von Schloss Neu-Augustusburg.Mit massiver moderner Unterstützung.Die Nistkästen für Turmfalken und Dohlen sind in Nutzung!Bevor wir uns die Baustelle von außen ansehen, gibt es noch Erläuterungen am großen Lageplan. (Und ich freue mich über die Verwendung meiner Nachtaufnahme vom Schloss.)So richtig viel gibt es von außen nicht zu sehen. Mit der Einrüstung wird erst im Sommer begonnen.Die Schlossterrasse hat nun auch einen Löschwasserbehälter verbuddelt bekommen (wie auch der Vorplatz, siehe https://schaufoto.de/weissenfels-in-winter-weiss/ ). Die alten Bäume sollen stehen bleiben und ganz am Ende der Sanierung in einen kleinen barocken Garten integriert werden.
Die Baustelle ist eingerichtet …2011 war das Heinrich Schütz Haus schon einmal eine große Baustelle.Diesmal ist das Ganze noch größer angedacht: Die benachbarten Plattenbauten kommen weg und ein moderner Anbau dazu.Im Jahre 2029 gibt es „444 Jahre Heinrich Schütz“. Ob bis dahin alles fertig wird?
Große Burgstraße Ecke Nikolaistraße – schön, dass es auch hier weitergeht!Noch ein Stadtbild-Problem, was jetzt endlich angegangen werden kann. (Ritterstuben)Die dazugehörige Brandlücke wird dann auch geschlossen. Moderne Wohnungen mit historischem Touch und exklusivem Schlossblick. Schaumermal, was das wird!
Und ich will mich hier jetzt nicht darum drücken und nicht vom Elefanten im Raum reden: Die Story zu dieser (zukünftigen) Baustelle erzählte Oberbürgermeister Martin Papke mit einer gewissen Genugtuung. Er gewann für dieses investorenerschreckende Projekt den Herrn Tönnies – ja genau, den Schlachthof-Tönnies. Denn es könne nicht angehen, dass man hier in der Stadt richtig Geld verdient – und das war alles … Herr Tönnies finanziert das Projekt privat, heißt es.
Die Brandlücke ist im Stadt-Modell auf dem Markt sozusagen aktenkundig geworden. Das müsste dann auch noch geändert werden. Ich sage es nur schon im Voraus, Herr Tönnies 😉
Übrigens: Diese Brandlücke war schon in meinem allerersten Blogbeitrag (18.9.2013) Thema https://schaufoto.de/morbide/ (2. Bild)
Eine weitere Baustelle (am Markt), die noch in diesem Jahr angegangen werden soll.
Im Umkreis von 100 Metern gibt es hier mehrere Bauprojekte mit unterschiedlichem Bearbeitungsstand. Zum Beispiel die neue Stadtbibliothek. Auch zum Müller-Kaufhaus wurde angedeutet, dass es einen aktuellen neuen Plan gibt, über den man aber noch nicht offiziell reden kann.
Ich gehe aber nochmal zurück zur Nikolaistraße. Die WBG Weißenfels hat dort einen großen „hohlen Vogel“ in Pflege genommen.
Der „hohle Vogel“ von hinten, aus dem Novalis-Garten gesehen.Nikolaistraße mit DDR-Platte. Ich bin gespannt, wie es am Ende der Sanierung aussehen wird.Die Nikolaistraße im Oktober 1984. Das Fundament für den großen Plattenbau wird vorbereitet.Oktober 1985Januar 1986Gleich um die Ecke: Das Projekt Bildungs-Campus kommt hoffentlich auch bald in die heiße Phase. https://schaufoto.de/bluehender-campus/Auf dem Weg zum Auto mache ich noch ein Bild von der Promenade – ein Projekt das gut zu Ende gebracht wurde. ( https://schaufoto.de/promenade/ )Mein Schlusspunkt.